Baufirma kam einfach nicht mehr
Padel-Platz-Eröffnung in Dörnhagen war für Anfang Mai geplant – Heute soll er endlich fertig werden
Würden gern padeln: Michael Otto und Dennis Rommel vom FSV Dörnhagen vor dem nicht fertigen Platz. © Foto: Theresa Novak
Fuldabrück – Wo eigentlich die Worte Spaß und Sport passend gewesen wären, ging es in Bezug auf den geplanten Padel-Platz in Dörnhagen zuletzt eher um Ärger und Anwälte. Denn der neue Ort für die Trendsportart aus Tennis und Squash sollte bereits Anfang Mai eröffnet werden. Die Gäste waren vom Planer und Auftraggeber FSV Dörnhagen eingeladen, die Feier geplant, die Freude bei allen Beteiligten groß. Doch an dem geplanten Wochenende sollte es nicht sein – und an den nächsten acht auch nicht. Heute soll der Platz laut Baufirma endlich fertig werden.
Der Grund für die Verzögerung: Die Firma Kübler-Sport, die den Platz baut, hat für die Arbeiten ein Subunternehmen beauftragt. Dieses Subunternehmen hatte mithilfe eines weiteren Subunternehmens auch angefangen, den Platz zu gestalten. Die Drahtgitter des sogenannten Padel-Käfigs stehen seit vielen Wochen, die Kunststoffglasfenster sind angeliefert.
„Bei der ersten Lieferung ist ein Element kaputtgegangen und musste nachbestellt werden“, sagt Michael Otto, Erster Vorsitzender des FSV Dörnhagen. Doch das sei nicht der Grund der Verzögerung gewesen. „Hätte man die Elemente dann eingebaut, als das neue geliefert wurde, hätten wir unseren Starttermin locker einhalten können.“
Doch nach etlichen Gesprächen mit der Baufirma und den daraus folgenden Versprechungen, man fange gleich morgen an, sei wochenlang nichts geworden. „Uns blieb zuletzt keine andere Wahl, als mithilfe eines Rechtsanwalts eine Frist zu setzen, um uns weitere Schritte vorzubehalten“, erklärte Otto. Dazu musste es am Ende nicht kommen, denn am vergangenen Donnerstag rückte die Aufbaufirma wieder an.
Für den FSV Dörnhagen bedeutet dieser Zeitverlust auch einen Einnahmeverlust. „Der Platz hätte längst bespielt werden sollen, das Geld fehlt jetzt natürlich“, sagt Dennis Rommel, Zweiter Vorsitzender des FSV. Der Platz kostet 60.000 Euro. Das Geld soll, neben einer Förderung, durch die Buchungen wieder reinkommen.
Daneben sei es ärgerlich, „dass wir bei Fertigstellung im ursprünglichen Zeitplan die ersten in der näheren Umgebung mit solch einem Angebot gewesen wären“, sagen Otto und Rommel. In Wolfhagen gibt es schon länger einen Padel-Platz, und seit Kurzem auch in der Nähe, in Baunatal.
Der Padel-Platz in Dörnhagen neben dem Tennisplatz darf von Vereinsmitgliedern kostenlos genutzt werden, von Gästen gegen Gebühr. Zeitfenster können online gebucht werden, der Link steht auf der Internetseite des FSV Dörnhagen: fsv-doernhagen.de. Eine Stunde kostet 20 Euro. Buchungen sind zeitnah möglich – wenn heute alles klappt.THERESA NOVAK
Quellenangabe: Hessische Allgemeine (Kassel-Ost) vom 30.06.2026, Seite 12